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100 Jahre Schneekirche Mitterdorf 2010/2011
Vor 100 Jahren wurde in Mitterfirmiansreut eine Kirche aus Schnee errichtet. Zur Erinnerung daran soll im Winter 2010/2011 erneut eine Kirche aus Schnee gebaut werden.

100 Jahre Schneekirche Mitterfirmiansreut


am 11. August 1907 gründeten 34 Mitglieder in Mitterfirmiansreut einen Kirchenbauverein. Durch die oft sehr strengen Winter war es nicht immer möglich, in die Kirche (Fußmarsch 1 ½ Stunden) nach Mauth zu kommen. Alten Leuten und auch Frauen mit Kindern war es nicht möglich, regelmäßig in die Kirche zu gehen.
Im schneereichen Winter von 1910/1911 konnten die Mitterdörfler – ausgerechnet am Heiligen Abend – unmöglich nach Mauth zur Christmette gehen. So entstand in der Abgeschiedenheit von der Außenwelt die Idee, sich eine Kirche aus Schnee zu bauen. Vielleicht würde so die Welt erfahren, wie arm man war und sich keine Kirche aus Stein erbauen konnte.
Der Plan für eine Schneekirche nahm immer festere Konturen an. Da ein sehr kalter Januar das Vorhaben verzögerte, begann man Mitte Februar mit dem Bau. Die grimmige Kälte hatte den Schnee so festgefroren, dass er in diesem optimalen Zustand von den Kirchenbauern bestens verwendet werden konnte. Männer und Frauen schnitten Blöcke von Tischgröße aus den weißen Massen.
Des Bauens Kundige fügten sie nach Anweisung von Franz Weißhäupl zum großen Rechteck und legten somit die Größe des Gotteshauses fest.
Reihe um Reihe wurden sie wie Ziegel aufeinander gesetzt und bald war der Schnee vom Kirchplatz und dem näheren Umfeld aufgebraucht. Nun wurde das Material aus der Umgebung auf Schlitten herangezogen.
Die kalten Nächte waren „gute Helfer“, denn sie sorgten für eine feste Verbindung der Schneeblöcke, dass man sogar Bogenfenster aussparen konnte. Hätte man geahnt, wie stabil das Gefüge aus Schnee war, wäre eine noch größere Kirche entstanden.
So sehr war man über den Erfolg und den Fortschritt der Arbeiten erfreut, dass man dem Gotteshaus nicht einen, sondern gleich zwei Türme aufsetzte.
Am 28. März 1911 war die Schneekirche fertig: 14 m lang, 7 m breit, 3,5 m Mauerhöhe, Turmhöhe bis zum Kreuz 7 m.
Die erste Andacht in diesem Bau wurde wohl zum seltsamsten Gottesdienst, der je in dieser Einöde abgehalten wurde.
Beeindruckt von dieser Leistung kam auch ein Fotograf aus Freyung zu Fuß nach Mitterdorf und machte die einzige Aufnahme, die es von dieser Kirche gibt. Das Bild erschien in fast allen deutschen Zeitungen und sogar in Illustrierten in Amerika. Fotografien mit einem Spendenaufruf wurden zu Hunderten verschickt.

100 Jahre danach soll an die denkwürdige und bemerkenswerte Aktion aus dem Jahr 1911 durch den Bau einer Schneekirche im kommenden Jahr erinnert werden.
Aus diesem Grund fand am 24. November die Gründungsversammlung des Fördervereins „100 Jahre Schneekirche Mitterfirmiansreut“ statt. Zum 1. Vorsitzenden wurde dabei Bernd Stiefvater gewählt.

Unsere Vorfahren hatten nur die Kraft ihrer Hände. In unserer heutigen Zeit stehen uns ganz andere Mittel zur Verfügung, um so ein Werk auf die Beine zu stellen. Wenn Sie den Verein finanziell unterstützen wollen, wenden Sie sich an Herrn Stiefvater, Tel. 08557/736 oder email lenzkarin@arcor.de








 
Kontaktangaben:
Bernd Stiefvater, Tel. 08557/736
 
weitere Informationen im Internet:
www.schneekirche.de
 
eMail-Adresse:
info@schneekirche.de
 

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